Tarotkarte: Der Teufel

Die Offene Arbeit als Erzieherin in der sozialpädagogischen Praxis beinhaltet für mich Selbstreflexion und Innenschau, besonders bei der Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie.
Die Erzieherin macht sich auf die Suche nach der inneren weisen Frau mit all ihren Aspekten und kostbarem Facettenreichtum. Ressourcen werden entdeckt und zur Entfaltung gebracht.
Der Mut auch Schattenaspekten im Unbewussten zu begegnen, schafft Raum und Zeit für Transformation und Bewusstseinswandlung. Spirituelle Gaben und Fähigkeiten werden erkannt, können sich entwickeln.
So kann die Auseinandersetzung mit Adultismus, mit unbewusster Machtausübung durch Erwachsene Kindern gegenüber, neue Handlungsperspektiven für eine Pädagogik der Achtsamkeit aufzeigen.

Der Teufel – Die Ketten aus Macht der Gewohnheit

Die innere Seherin blickt in den Raum und erkennt die unsichtbaren Fäden.

Keine existierende Gestalt, kein wahres Wesen – nur Illusion

aus einem Netz aus alten Bildern,

gewebt aus Angst vor Kontrollverlust,

genährt durch Gewohnheit.

Die weisen Frauen nennen dies Verstrickung.

Nicht aus Bosheit geboren,

sondern aus Vergessen.

Vergessen, dass das Kind eine eigene Seele trägt,

einen eigenen Geist besitzt,

einen eigenen Weg geht.

Die schweren Ketten zeigen sich dort,

wo Stimmen überhört werden,

wo Zeit fremdbestimmt ist,

wo natürliche Bewegung begrenzt wird.

Das Licht des Kindes bleibt dennoch lebendig,

doch es findet keinen Raum, sich auszudehnen.

Die Besprecherin erkennt die Worte,

die binden.

Sie löst sie durch achtsame Sprache.

Sie verwandelt Befehl in Einladung,

Kontrolle in Begleitung,

Vorgabe in Beziehung.

Die Heilerin hält den Raum,

in dem Würde wieder spürbar wird.

Sie erinnert an die Rechte der Kinder,

an ihre Kompetenz,

an ihre Kraft zur Selbstgestaltung.

Der Teufel zeigt den Punkt der Bewusstwerdung.

Hier wird Macht sichtbar.

Hier beginnt die Entscheidung,

sie verantwortlich schützend zu nutzen.

Wenn Haltung sich wandelt,

fallen die Ketten ohne Kampf.

Partizipation öffnet den Kreis.

Teilhabe lässt Vertrauen wachsen.

Resilienz entsteht aus gelebter Beziehung.

So wird aus Verstrickung Erkenntnis.

Aus Begrenzung wird Raum.

Aus Gewohnheit wird bewusste Praxis.

Botschaft der weisen Frauen:

Erkenne die Fäden, die binden.

Sprich sie aus, löse sie achtsam.

Dann kann das Licht der Kinder frei wirken.

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